Wer ein Modell auf vergangenen Personalentscheidungen trainiert, trainiert es auf den Auswahlmustern der Vergangenheit – einschließlich der unbeabsichtigten. Das Modell wird gut darin, diese Muster fortzuschreiben. Genau das ist meist nicht das Ziel.
Der Ablauf, der funktioniert
Datenprüfung vor Modellauswahl
Ein abgegrenzter, bezahlter Arbeitsschritt mit offenem Ergebnis. Er muss auch zu dem Schluss kommen dürfen, dass das Vorhaben so nicht trägt.
Kleiner Vorversuch auf echten Daten
Nicht auf Beispieldaten des Anbieters. Erst hier zeigt sich, ob die Datenlage die Fragestellung hergibt.
Aufbereitungsaufwand beziffern
Danach – nicht davor – lässt sich der größte Kostenposten schätzen, statt ihn zu raten.
Erst dann über Modelle sprechen
Die Datenlage schränkt die sinnvollen Verfahren ein. Umgekehrt funktioniert es nicht.
Ein brauchbares Auswahlkriterium
Eine Agentur, die zuerst eine Datenprüfung anbietet und danach entscheidet, ob das Projekt sinnvoll ist, arbeitet sorgfältiger als eine, die direkt ein Modell verkauft. Wer das Nein nicht anbietet, hat es nicht vorgesehen.
Das hängt vom Verfahren und der Aufgabe ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Belastbar wird die Frage erst mit einem kleinen Vorversuch auf den tatsächlichen Daten.
Lassen sich fehlende Daten ersetzen?
Teilweise – durch statistische Ergänzung oder synthetische Daten. Beides führt aber neue Annahmen ein, die im Ergebnis wiederauftauchen. Als Notlösung brauchbar, als Grundlage riskant.
Was kostet die Datenaufbereitung?
Das hängt am Zustand der Bestände. Bei gepflegten Daten wenig, bei über Jahre gewachsenen Ablagen erheblich. Eine Prüfung vorab schützt vor Überraschungen und ist billiger als ein abgebrochenes Projekt.
DatenqualitätDatenProjektvorbereitungBias
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Über den Autor
Alexander MüllerHerausgeber und Redaktion
Seit 2012 selbstständig im SEO, seit 2024 mit Schwerpunkt auf generativer Suche und dem betrieblichen Einsatz von Sprachmodellen. Betreibt mehrere frei zugängliche Fachprojekte zu KI, SEO und KI.